Die Reformation in Zürich

Zürich war 1519 der Ausgangspunkt der Reformation in der Schweiz

In Zürich finden sich unzählige Hinweise und Gedenkorte an die Reformation: Seien es die wichtigsten Kirchen, Statuen oder Orte, an denen die Reformatoren lebten oder diskutierten. Ein Rundgang durch die historische Altstadt ist für Interessierte ein Muss.

Beim Kappelerkrieg zogen die reformierten Zürcher gegen die katholischen Innerschweizer in den Glaubenskrieg. Während die Anführer verhandelten, verbrüderten sich die Soldaten: Die Zuger steuerten die Milch, die Zürcher das Brot für eine Milchsuppe bei und legten den Streit beiseite.

Kappeler Milchsuppe

Für 4 Personen

6 dl Milch
1/2 Teelöffel Salz
wenig Muskatnuss
Lorbeerblatt
Gewürznelke
4 Eigelb
1 dl Rahm
Brotwürfel

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Huldrych Zwingli reformierte Zürich, indem er Bilder und Orgelmusik aus der Kirche verbannte, um das Wort allein zu predigen. Er war aber nicht nur Biedermann, sondern auch tolerant und sozial und revolutionierte das Schul-, Ehe- und Sozialwesen.
In der sogenannten «Helferei» befand sich neben einer kleinen Kapelle (im Bild) auch Huldrych Zwinglis Arbeitszimmer, das bis heute in seinem Originalzustand belassen wurde.

Kreuzgang im Grossmünster

In dieser Oase der Ruhe und Besinnlichkeit finden Gäste nicht nur kulturhistorische Zierpflanzen, sondern auch eine aufschlussreiche Dauerausstellung zur Reformation

Essen wie vor 500 Jahren

Das Restaurant Rechberg 1837 bietet Menüs nach historischen Rezepten wie fast zu Zeiten Zwinglis an.

Ein Revoluzzer wie einst Zwingli ist Christian Bärtsch, der mit seinem Projekt «Essento» Prudukte aus essbaren Insekten entwickelt. Mit dieser Idee möchte der junge Wissenschaftler das Essverhalten der Schweizer nachhaltig umkrempeln.

Seine Produkte aus essbaren Insekten sollen zur neuen Kartoffel werden. Christian Bärtsch ist – was das Essverhalten der Schweizer angeht –, was Zwingli einst für die Religion war: Ein Revoluzzer.

Ein Querdenker wie einst Zwingli ist der ETH-Professor Reto Knutti. Als Klimaforscher regt er mit seiner Arbeit aktiv zum Umdenken an. Darum ist ihm die Vermittlung von Daten genauso wichtig wie deren Erhebung.

Klimaforscher Reto Knutti regt mit seiner Arbeit aktiv zum Umdenken an und verfolgt das Ziel, das Problem der Klimaerwärmung zu lösen, und es nicht auf die nächste Generation abzuwälzen.

Beim legendären Wurstessen im Haus des Druckers Froschauer (im Bild der Froschauerbrunnen) demonstrierten Bürgerliche während der Fastenzeit gegen die geltende Abstinenz. Brisant: Zwingli soll zugegen gewesen sein.
Vor der Predigerkirche wurden Arme und Bedürftige jeweils aus dem «Mushafen» (einem «Breitopf») versorgt. Das war Zwinglis Almosenordnung zu verdanken, eine Frühform des Sozialwesens.

Während dreier Jahre feiert Zürich die Reformation mit einem facettenreichen Festival, das die spürbaren Nachwirkungen der Reformation sowie gesellschaftliche Prägungen des heutigen Zürichs in den Fokus stellt.

Reformations-Events

Im Schauspielhaus, im Opernhaus Zürich, im Theater Neumarkt, an der Universität, im Landesmuseum und an vielen weiteren spannenden Zürcher Spielorten finden zahlreiche Events zur Reformation statt.

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