Giacometti-Fresken («Blüemlihalle»)

Mit dem Fresko von Augusto Giacometti beherbergt die Regionalwache City der Zürcher Stadtpolizei eines der bedeutendsten Kunst-und-Bau-Werke der Stadt.

  • Bedeutendes Kunst-und-Bau-Werk
    Entstanden 1922 – 1926
    Eingang der Regionalwache City der Stadtpolizei Zürich
  • Täglich zugänglich

Das Werk:

Gustav Gull, bis 1900 Stadtbaumeister von Zürich und Architekt des Landesmuseums, wurde mit dem Umbau eines ehemaligen Waisenhauses in ein Amtshaus betreut. Um Platz zu sparen, wurde das ehemalige Kellergewölbe zum Eingangsbereich umfunktioniert. 

1922 lancierte die Stadt Zürich einen Wettbewerb zur Ausmalung der Eingangshalle, mit dem Ziel, den düsteren Raum aufzuhellen und der lokalen Künstlerschaft Arbeitsmöglichkeiten zu verschaffen. Augusto Giacometti (1877 – 1947) gewann den Wettbewerb mit Abstand. Sein Entwurf in warmen Rot- und Ockertönen wurde von 1922 bis 1926 in der Al-Fresco- und Al-Secco-Technik ausgeführt. Die Decken- und Gewölbemalereien bestehen aus Blumenornamenten und geometrischen Mustern, an den Wänden sind arbeitende Menschen dargestellt: Steinhauer und Zimmerleute stehen für das Handwerk, Astronomen und Magier vertreten die Wissenschaft.

Das im Jahr 2019 umfassend restaurierte Kunst-und-Bau-Werk hat heute nationale Bedeutung.

Besonderes

Die lokale Bevölkerung nennt die Giacometti-Halle dank ihrer unzähligen Blumen-Ornamente liebevoll die «Blüemlihalle» (Schweizerdeutsch für Blümchen-Halle). Gegen Abgabe eines Ausweises kann die Halle täglich 09.00 bis 11.00 Uhr und von 14.00 bis 16.00 Uhr bewundert werden.

Standort

Die «Blüemlihalle» im Amtshaus I ist wohl mit Abstand die schönste Eingangshalle zu einer Polizeiwache weltweit.

Der Schöpfer:

Augusto Giacometti (1877 – 1947) schuf 1933 die Chorfenster im Grossmünster sowie 1945 ein Kirchenfenster im Fraumünster in Zürich. Er entstammte der berühmten Malerdynastie Giacometti, welcher auch Giovanni Giacometti sowie der Bildhauer Alberto Giacometti angehörten.

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Öffnungszeiten

Täglich von 09.00 – 11.00 Uhr und 14.00 – 16.00 Uhr gegen Abgabe eines Ausweises