«Zwänzgerle»
Das Zürcherische Pendant zum Ostereiertitschen ist schwieriger, als man ahnt.

«Zwänzgerle» – Traditionen in Zürich

Beim «Zwänzgerle», was so viel bedeutet wie «Zwanziger werfen», handelt es sich um einen Osterbrauch der Stadt Zürich.

22. April 2019

Konzentriert und ruhig geht es am Morgen des Ostermontags unter den Bögen am Limmatquai und auch auf dem Rüdenplatz mitten in der Zürcher Altstadt zu und her. Dort stehen dicht gedrängt Kinder und Erwachsene, die sich auf Eier und kleine Geldstücke konzentrieren. Beim «Zwänzgerle» geht es nämlich darum, 20-Rappen-Stücke so auf die von den Kindern entgegen gehaltenen Eier zu werfen, dass die Münzen darin stecken bleiben. Gelingt das, erhält der erwachsene Werfer das Ei sowie das Geldstück. Ein fast unmögliches Unterfangen, was die Kinder freut: Jede Münze, die zu Boden fällt anstatt im Ei steckenzubleiben, gehört ihnen.

Der Brauch scheint seine Wurzeln bereits im 18. Jahrhundert zu haben und ist ein Osterbrauch wie das Ostereiertitschen.

Veranstaltungsort
Rüdenplatz
8001 Zürich
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