Spiegelgasse – Brutstätte revolutionärer Kunst, Literatur und Politik

An der Spiegelgasse traf sich zu Beginn des 20. Jahrhunderts die künstlerische sowie politische Avantgarde Europas.

Die Spiegelgasse war Heimat von Revoluzzern und Avantgardisten. Der deutsche Schriftsteller und Revolutionär Georg Büchner schrieb hier um 1836 «Leonce und Lena» sowie sein bekanntestes, fragmentarisch überliefertes Werk «Woyzeck».

80 Jahre später fanden viele europäische Künstler in Zürich Zuflucht vor den Wirren des Ersten Weltkriegs. Hugo Ball, Emmy Hennings, Hans Arp, Marcel Janco, Richard Huelsenbeck und Tristan Tzara gründeten in der Spiegelgasse 1 das Cabaret Voltaire – und mit ihm die Bewegung Dada. Das bunte Treiben der Dadaisten dürfte bis zur Hausnummer 14 zu hören gewesen sein. Dort wohnte zur selben Zeit Wladimir Iljitsch Lenin, der sich auf die russische Revolution vorbereitete. Ob er und die Dadaisten sich kannten, ist bis heute Gegenstand mancher Spekulation.

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