Dada in Zürich

Die Kunstbewegung Dada ist in Zürich entstanden. Noch heute finden sich dadaistische Spuren in der Stadt.

Dada entstand 1916 mitten im Zürcher «Niederdorf». Im «Cabaret Voltaire» lernten sich die Dadaisten um Hugo Ball und Emmy Hennings kennen. Von hier aus eroberte die ironische und lautstarke Kunstgruppe die Welt.

Der deutsche Dramaturg und Schriftsteller Hugo Ball gründete in Zürich gemeinsam mit seiner Frau Emmy Hennings das Cabaret Voltaire.
Emmy Hennings sang Chansons, schrieb Gedichte und Bücher. Nur wenige Monate nach der Gründung von Dada kehrte sie – gemeinsam mit Hugo Ball – Zürich den Rücken, um fortan im Tessin zu leben.

Karawane

Hugo Ball

Zu den bekanntesten Werken der Dadaisten gehören die sogenannten Lautgedichte. Bei diesen ist der Klang der Worte wichtiger als deren Bedeutung.

Mit den Laut- und später den Simultangedichten waren sie im weitesten Sinne Vorreiter für die heutigen Slam Poeten.

Für nachfolgende Generationen ebneten sie den Weg in den Bereichen Collage, experimentelle Musik und Performance.

Ihrer eigenen Zeit waren sie weit voraus. 

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Der Rumäne Marcel Janco (Mitte) kam zum Studium der Architektur an die Eidgenössische Technische Hochschule (ETH) nach Zürich. Bald lernte er Hugo Ball kennen und gründete gemeinsam mit ihm Dada.
Tristan Tzara, eigentlich Samuel Rosenstock, kam ebenfalls aus Rumänien. Er wurde schnell zu einem der wichtigsten Verfechter und «Promoter» von Dada.

Nach Unstimmigkeiten über den Zweck von Dada, löste sich die Gruppe nach 2 Monaten auf. Einige Dadaisten gingen nach Deutschland, Frankreich und in die USA. Viele schlossen sich den Surrealisten und Konstruktivisten an.

Weitere Informationen

Entdecken Sie die wichtigsten Dada-Orte in Zürich, trinken sie Kaffee in den Stammlokalen der Künstler und geniessen einen Spaziergang entlang der Limmat, wo auch Hugo Ball und Emmy Hennings einst flanierten. Im Archiv des Kunsthaus Zürich finden Sie zudem die grösste Dada-Sammlung weltweit.

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