Dadaisten (ab 1916) – Dichter und Künstler im Cabaret Voltaire

Zürich ist der Geburtsort der Dada-Bewegung. Viele bekannte Dichter und Künstler kamen hier zusammen.

Der deutsche Autor Hugo Ball war Freund und Biograf Hermann Hesses. Mit seiner Freundin Emmy Hennings, einer deutschen Schriftstellerin und Kabarettistin, gründete er am 5. Februar 1916 das Cabaret Voltaire: an der Spiegelgasse 1, nur etwa 100 m von Lenins Exilwohnung entfernt. Das Cabaret Voltaire wurde zur Geburtsstätte von Dada – einer Bewegung, die konventionelle Kunstformen ablehnte und auf die Gräueltaten des ersten Weltkrieges mit Irrwitz reagierte.

Der rumänische Dichter Tristan Tzara schloss sich an und rezitierte Gedichte. Des Weiteren kamen der deutsche Maler, Bildhauer und Dichter Hans Arp und seine Frau, die Schweizer Künstlerin, Malerin und Bildhauern Sophie Taeuber-Arp hinzu sowie der deutsche Lyriker, Erzähler, Dramatiker, Arzt und Psychoanalytiker Richard Huelsenbeck. Schliesslich stiess auch der Rumäne Marcel Janco zur Gruppe dazu.

Das Cabaret Voltaire mit Ausstellungen, Veranstaltungen, Barbetrieb sowie einer kleinen Fach-Leihbibliothek ist heute öffentlich zugänglich; an diesem lebendigen Kulturort werden Brücken von Dada zu zeitgenössischen gesellschaftlichen und kulturellen Strömungen geschlagen.